Man sollte meinen, jede gelungene Selbstreflexion decke den verborgenen agonalen Charakter des eigenen kulturellen Denkens und Handelns auf und wäre das Einfallstor für intellektuelle Gelassenheit und eine bescheidenere Sicht. Da jedoch das Agonale archetypisch tief im Menschen verwurzelt ist, wird der Reflektierende alsbald versuchen, jeden andern in der Tiefe der Reflexion über das Phänomen der Agonalität zu übertreffen. Die eigenen Erleuchtungen sollen heller strahlen als die der andern, und wenn wir uns mit anderen Reflektierenden auf der dritten Stufe der Metaebenen befinden, halten wir doch heimlich Ausschau nach einer vierten, um die andern zu übertreffen: das Agens (sic!) jeder kulturellen und intellektuellen Entwicklung.
Vielleicht ist das auch der wahre Sinn von Goethes letzten Worten: "Mehr Licht!"
Hartmut K. Selke ✝
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Mein Freund Hombre rief mich vor Weihnachten an, um mir zu sagen, dass er
jetzt in einem Kurzzeitheim sei. *Was machst Du da?* fragte ich ihn. *Ich
warte...
vor 1 Tag

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