Das Problematische an der Wiederholung ist nicht die durch sie erzeugte Langeweile, sondern vielmehr und viel mehr der Umstand, daß durch ein zweites, drittes, viertes Mal das mögliche erste Mal verhindert wird. Jede Wiederholung ist eine Abtreibung von Neuem, Unbekanntem. Niemand kann gleichzeitig sitzen und gehen. Wer glaubt, man könne heute, im Zeitalter der Hypermobilität, beides simultan erledigen, dem sei gesagt: Alles Fahren ist nur bewegtes Sitzen oder Stehen. Auch Liegen – natürlich.
Was aber ist nun schlimmer – ein Mangel an Bewegung, wiederholende Unbeweglichkeit, oder rastlose Wiederholung endlos flexibilisierter Mobilität?
Also: Hin und wieder eine Weile die Luft anhalten, damit man spürt, daß das Atmen nie langweilig werden kann.
Poets, painters, and puddings
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Der englische Schriftsteller Richard Hughes, der gestern vor fünfzig Jahren
starb, hatte 1922 als →Dichter begonnen, aber berühmt wurde er durch andere
Di...
vor 23 Stunden

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